Es können grundsätzlich zwei Schlafzustände unterschieden werden.

Normaler Schlaf

Der normale Schlaf weist je nach Schlaftiefe unterschiedliche charakteristische Merkmale im EEG auf. Alpha-Wellen, K-Komplexe, Spindeln, Delta-Wellen sind Elemente, die im Verlauf auftreten. Die Muskelspannung nimmt mit zunehemender Schlaftiefe ab, die EEG-Wellen werden langsamer. In Abgrenzung zum Folgenden werden diese Schlafstadien Non-REM-Schlaf genannt.

REM-Schlaf (Rapid Eye Movement)

Beim REM-Schlaf lassen sich schnelle Augenbewegungen bei gleichzeitig völliger Erschlaffung der Muskulatur beobachten. In dieser Phase finden in der Regel lebhafte Träume statt. Mit diesem Wissen kann man den Sinn der erschlafften Muskulatur und die Ursache der schnellen Augenbewegung gut deuten. Wäre die Körpermuskulatur aktiv, bestünde die Gefahr, dass wir den Traum in Form von Bewegung "ausleben" und z. B. unseren Bettnachbarn oder uns selbst verletzen.

Schlafstörungen


Zu den häufigsten Störungen des Schlafes zählen:

1.

Die Schlafapnoe

Die Schlafapnoe beschreibt das wiederholte Aussetzen bzw. die wiederholte Einschränkung der Atmung im Schlaf. Häufig berichten die Bettpartner über unregelmäßiges, teils lautes explosives Schnarchen, die Betroffenen selbst klagen über Tagesmüdigkeit und viele andere Symptome. Andererseits gibt es auch schwer betroffene Patienten, die von ihrer Erkrankung wenig bis gar nichts bemerken.

2.

Ruhelose Beine

Ruhelose Beine am Abend, das sog. Restless-Legs-Syndrom (RLS), verursacht unangenehme Empfindungen in den Beinen, besonders unter der Bettdecke und in Ruhe und ist für die Betroffenen extrem quälend. Bewegung und Kühlung bringen hierbei Linderung. Häufig damit verbunden ist im Schlaf das regelmäßige Bewegen der Beine oder auch Arme, Periodic Limb Movements in Sleep (PLMS). Auch dies kann zu einer Störung des Schlafablaufs führen und zur Tagesmüdigkeit.

3.

Ein- und Durchschlafstörungen

Ein-Durchschlafstörungen, sogenannte Insomnien, sind die häufigsten Schlafstörungen. Sie gehen einher mit Berichten von Patienten über seit Jahren bereits regelmäßig auftretende, quälend lange Wachzeiten im Bett oder eine lange Einschlafdauer. Die Behandlung erfordert viel Konsequenz, oft auch den schrittweisen Entzug eingenommener "Schlafmittel" und falscher Gewohnheiten.

4.

Die Narkolepsie

Die Narkolepsie ist eine eindrucksvolle Krankheit, bei der es zum plötzlichen Einschlafen der Betroffenen kommt, zu traumähnlichen Bildern beim Aufwachen oder Einschlafen, zu Aufwachen in vorübergehender Lähmung und zur plötzlichen Muskelschlaffheit bei Überraschung, Ärger oder Freude.


Daneben gibt es noch zahlreiche andere eigenständige Erkrankungen oder Störungen des Schlafes, die bei einer gezielten Untersuchung ausgeschlossen oder vermutet werden können. Hierzu zählen auch das Schlafwandeln, das Sprechen im Schlaf oder nächtliche Panikattacken.


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